Alkoholabhängigkeit

Suchtmedizin · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Die Alkoholabhängigkeit ist eine **chronische Erkrankung**, die durch einen zwanghaften Konsum von Alkohol trotz negativer gesundheitlicher und sozialer Folgen gekennzeichnet ist.

Sie ist durch **Kontrollverlust**, **Toleranzentwicklung** und Entzugssymptome bei Abstinenz definiert. Nach **ICD-10** müssen mindestens drei von sechs Kriterien innerhalb eines Jahres erfüllt sein.

Merke: Die sechs ICD-10-Kriterien sind: starkes Verlangen, Kontrollverlust, Entzugssymptome, Toleranzentwicklung, Vernachlässigung anderer Interessen und fortgesetzter Konsum trotz Schäden.

Leitsymptome

Die Patienten zeigen typischerweise:

- ein starkes **Verlangen** nach Alkohol

- einen **Kontrollverlust** über die Trinkmenge

- **Entzugssymptome** wie Tremor, Schwitzen und Unruhe bei Abstinenz

Häufig finden sich auch vegetative Symptome wie Tachykardie und Hypertonie sowie psychische Symptome wie Angst und Schlafstörungen.

Diagnostik

Die Diagnostik umfasst:

- eine ausführliche Anamnese inklusive Fremdanamnese

- eine körperliche Untersuchung

- Labordiagnostik

Im Labor sind die **Gamma-GT**, das **MCV** und das **CDT** als Marker für chronischen Alkoholkonsum wichtig.

Standardisierte Fragebögen wie der **AUDIT** oder CAGE können zur Screeningdiagnostik eingesetzt werden. Eine Abdomensonographie dient der Beurteilung von Leberschäden.

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