Bewusstlosigkeit

Leitsymptome · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Bewusstlosigkeit bezeichnet einen Zustand, in dem der Patient nicht mehr auf äußere Reize reagiert und keine gezielte Reaktion zeigt.

Es handelt sich um eine **quantitative Bewusstseinsstörung**, die von **Somnolenz** über **Sopor** bis zum **Koma** reichen kann. Die Ursachen können neurologisch, metabolisch, toxisch oder kardiovaskulär bedingt sein.

Merke: Bewusstlosigkeit ist immer ein Notfall und erfordert sofortige Abklärung der Vitalfunktionen nach dem ABCDE-Schema.

Leitsymptome

Der Patient zeigt keine oder nur ungerichtete Reaktionen auf Ansprache und Schmerzreize.

Je nach Tiefe der Bewusstlosigkeit können **Schutzreflexe** wie Schluck- oder Hustenreflex erloschen sein. Begleitend können **vegetative Symptome** wie Bradykardie, Tachykardie oder Atemstörungen auftreten.

Diagnostik

Die initiale Diagnostik erfolgt nach dem **ABCDE-Schema** mit Sicherung der Vitalfunktionen. Parallel wird eine orientierende neurologische Untersuchung mit Pupillenkontrolle, Reflexprüfung und **GCS-Erhebung** durchgeführt.

Die Labordiagnostik umfasst:

- Blutzucker

- Elektrolyte

- Blutgasanalyse

- Toxikologie

Bei unklarer Genese ist eine zerebrale Bildgebung mittels **CCT** indiziert.

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