Diabetes mellitus Typ 2

Endokrinologie · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische **Stoffwechselerkrankung**, die durch eine **Insulinresistenz** und eine fortschreitende Störung der Insulinsekretion gekennzeichnet ist.

Sie führt zu einer chronischen **Hyperglykämie** mit Störungen des Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsels. Die Erkrankung tritt meist im Erwachsenenalter auf und ist häufig mit Adipositas und dem **metabolischen Syndrom** assoziiert.

Merke: Diabetes mellitus Typ 2 ist gekennzeichnet durch Insulinresistenz plus relativen Insulinmangel.

Leitsymptome

Die klassischen Symptome des Diabetes mellitus Typ 2 sind:

- **Polyurie**

- **Polydipsie**

- ungewollter Gewichtsverlust

Viele Patienten sind jedoch initial **asymptomatisch**, und die Diagnose wird oft zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen gestellt. Bei fortgeschrittener Erkrankung können Müdigkeit, Leistungsminderung und rezidivierende Infektionen auftreten.

Diagnostik

Die Diagnose wird durch Messung der Blutzuckerwerte gestellt. Ein **Nüchternblutzucker** von mindestens 126 mg/dl oder ein Gelegenheitsblutzucker von mindestens 200 mg/dl bei typischer Symptomatik sind diagnostisch.

Der **HbA1c-Wert** von mindestens 6,5 Prozent gilt ebenfalls als diagnostisches Kriterium. Zur Abklärung von Komplikationen erfolgen zusätzlich Untersuchungen der Nierenfunktion, Augenhintergrund und Gefäßstatus.

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