Eisenmangelanämie
Definition
Die Eisenmangelanämie ist eine **mikrozytäre, hypochrome Anämie**, die durch einen Mangel an Eisen im Körper verursacht wird.
Sie ist die **häufigste Anämieform weltweit** und entsteht durch chronischen Blutverlust, verminderte Eisenaufnahme oder erhöhten Eisenbedarf. Der Eisenmangel führt zu einer gestörten **Hämoglobinsynthese** und damit zu einer verminderten Sauerstofftransportkapazität des Blutes.
Leitsymptome
Die Patienten klagen typischerweise über allgemeine Müdigkeit, Abgeschlagenheit und verminderte Leistungsfähigkeit.
Bei fortgeschrittenem Eisenmangel treten **Blässe** der Haut und Schleimhäute, Belastungsdyspnoe sowie Tachykardie auf. Zusätzlich können spezifische Eisenmangelsymptome wie **brüchige Nägel**, **Mundwinkelrhagaden** und Haarausfall auftreten.
Diagnostik
Die Basisdiagnostik umfasst ein großes **Blutbild** mit Retikulozyten und die Bestimmung der Eisenstoffwechselparameter. Charakteristisch sind erniedrigte Werte für Hämoglobin, MCV, MCH und **Ferritin** sowie ein erhöhtes **Transferrin**.
Bei nachgewiesenem Eisenmangel muss die Ursache gesucht werden, insbesondere eine **Blutungsquelle im Gastrointestinaltrakt**. Daher sollte bei unklarer Ursache eine Gastro- und Koloskopie durchgeführt werden.
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