Epilepsie
Definition
Epilepsie ist eine chronische neurologische Erkrankung, die durch eine anhaltende Neigung zu wiederkehrenden **epileptischen Anfällen** gekennzeichnet ist.
Ein epileptischer Anfall entsteht durch eine plötzliche, **synchrone und exzessive Entladung** von Neuronengruppen im Gehirn. Die Diagnose erfordert mindestens **zwei unprovozierte Anfälle** im Abstand von mehr als 24 Stunden oder einen unprovozierten Anfall mit hohem Rezidivrisiko.
Leitsymptome
Die Symptomatik hängt vom Anfallstyp ab. Bei **fokalen Anfällen** treten lokalisierte motorische oder sensorische Symptome auf, während **generalisierte Anfälle** den gesamten Körper betreffen.
Typisch sind tonisch-klonische Krämpfe, Bewusstseinsverlust, **Zungenbiss** und postiktale Verwirrtheit.
Diagnostik
Die Basisdiagnostik umfasst eine ausführliche Anamnese einschließlich Fremdanamnese sowie eine neurologische Untersuchung. Das **EEG** ist die wichtigste apparative Untersuchung zur Erfassung epilepsietypischer Potenziale.
Eine kraniale **MRT** dient dem Ausschluss struktureller Ursachen. Laboruntersuchungen schließen metabolische Ursachen aus.
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