Gastroösophageale Refluxkrankheit

Gastroenterologie · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Die gastroösophageale Refluxkrankheit, kurz GERD, ist eine Erkrankung, bei der Mageninhalt krankhaft in die Speiseröhre zurückfließt und dort Beschwerden oder Schleimhautschäden verursacht.

Man unterscheidet die **nicht-erosive Refluxkrankheit (NERD)** von der **erosiven Refluxkrankheit** mit endoskopisch sichtbaren Läsionen. Die Ursache liegt meist in einer **Insuffizienz des unteren Ösophagussphinkters** oder einer Hiatushernie.

Merke: GERD bedeutet Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre mit Symptomen oder Schleimhautschäden.

Leitsymptome

Das Leitsymptom ist das **Sodbrennen**, ein brennendes retrosternales Gefühl, das sich typischerweise nach dem Essen oder im Liegen verstärkt.

Hinzu kommt häufig **saures Aufstoßen** und Regurgitation von Mageninhalt. **Extraösophageale Symptome** wie chronischer Husten, Heiserkeit oder Asthma können ebenfalls auftreten.

Diagnostik

Die Diagnose wird primär klinisch anhand der typischen Symptomatik gestellt. Bei therapierefraktären Beschwerden, Alarmsymptomen oder zur Beurteilung von Komplikationen ist eine **Ösophagogastroduodenoskopie** indiziert.

Die **24-Stunden-pH-Metrie** gilt als Goldstandard zum Nachweis eines pathologischen Refluxes. Die **Ösophagusmanometrie** kann zur Beurteilung der Sphinkterfunktion eingesetzt werden.

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