Gicht

Rheumatologie · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Die Gicht ist eine **Stoffwechselerkrankung**, die durch eine **Hyperurikämie** mit Ablagerung von Harnsäurekristallen in Gelenken und Weichteilen gekennzeichnet ist.

Sie manifestiert sich typischerweise als akute, äußerst schmerzhafte **Monarthritis** und kann bei chronischem Verlauf zu Gelenkdestruktionen führen.

Merke: Gicht entsteht durch Harnsäurewerte über 6,8 mg/dl mit konsekutiver Kristallablagerung in Gelenken.

Leitsymptome

Der akute Gichtanfall präsentiert sich mit plötzlich einsetzenden, extrem starken Gelenkschmerzen, typischerweise nachts beginnend.

Das betroffene Gelenk zeigt eine ausgeprägte **Rötung**, **Schwellung** und **Überwärmung** mit maximaler Berührungsempfindlichkeit. Am häufigsten ist das **Großzehengrundgelenk** betroffen, was als Podagra bezeichnet wird.

Diagnostik

Die Diagnose stützt sich auf Klinik, Labor und gegebenenfalls Gelenkpunktion. Im Labor finden wir erhöhte **Harnsäure**, erhöhte Entzündungsparameter wie CRP und Leukozyten.

Der Goldstandard ist der Nachweis von **negativ doppelbrechenden Harnsäurekristallen** im Gelenkpunktat unter dem Polarisationsmikroskop. Bildgebend kann eine Sonographie **Doppelkonturzeichen** zeigen.

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