Hämorrhoiden
Definition
Hämorrhoiden sind pathologisch vergrößerte **arteriovenöse Gefäßpolster** im Bereich des Analkanals, die physiologisch zur Feinabdichtung des Afters beitragen.
Erst bei symptomatischer Vergrößerung spricht man vom **Hämorrhoidalleiden**, das sich durch Blutungen, Prolaps und Juckreiz äußert.
Leitsymptome
Das Leitsymptom ist die **hellrote, schmerzlose Blutung**, die typischerweise auf dem Stuhl oder am Toilettenpapier sichtbar ist.
Hinzu kommen perianaler **Juckreiz**, Nässen und ein Fremdkörpergefühl. Bei fortgeschrittenen Stadien kommt es zum **Prolaps** der Hämorrhoidalknoten.
Diagnostik
Die Diagnose erfolgt primär durch Inspektion und **digitale rektale Untersuchung**.
Die **Proktoskopie** ist die wichtigste apparative Untersuchung und ermöglicht die Stadieneinteilung. Bei Patienten über 50 Jahren oder Warnsymptomen sollte eine **Koloskopie** zum Ausschluss eines kolorektalen Karzinoms erfolgen.
Führen Sie das Gespräch per Sprache mit einem KI-Patienten und einem KI-Prüfer – zwei Simulationen sind kostenlos.
Ganze Lernstrecke öffnenKI-Simulation testenTelegram-Community