Hypoglykämie
Definition
Die Hypoglykämie ist definiert als eine **Erniedrigung des Blutzuckerspiegels unter 70 mg/dl** (3,9 mmol/l), wobei bei Werten unter 54 mg/dl (3,0 mmol/l) von einer klinisch signifikanten Hypoglykämie gesprochen wird.
Sie tritt am häufigsten bei Diabetikern unter antidiabetischer Therapie auf, kann aber auch andere Ursachen haben. Die **Whipple-Trias** beschreibt das gleichzeitige Vorliegen von niedrigem Blutzucker, typischen Symptomen und deren Besserung nach Glukosegabe.
Leitsymptome
Die Symptome der Hypoglykämie lassen sich in **autonome (adrenerge)** und **neuroglykopenische Symptome** unterteilen.
Autonome Symptome treten früh auf und dienen als Warnsignale, während neuroglykopenische Symptome auf einen Glukosemangel im Gehirn hinweisen und potenziell lebensbedrohlich sind.
Diagnostik
Die Diagnose einer Hypoglykämie erfolgt primär durch die **Blutzuckermessung**, idealerweise venös im Labor.
Bei ansprechbaren Patienten genügt zunächst eine kapilläre Messung zur Sofortdiagnostik. Bei unklarer Ursache sollten im Nüchternzustand **Insulin**, **C-Peptid** und gegebenenfalls Sulfonylharnstoff-Spiegel bestimmt werden.
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