Larynxkarzinom
Definition
Das Larynxkarzinom ist ein **maligner Tumor des Kehlkopfs**, histologisch in über 95 Prozent der Fälle ein **Plattenepithelkarzinom**. Es ist der häufigste maligne Tumor im HNO-Bereich.
Nach Lokalisation unterscheidet man supraglottische, glottische und subglottische Karzinome, wobei das **glottische Karzinom** am häufigsten ist und aufgrund der frühen Symptomatik (Heiserkeit) die beste Prognose hat. Wichtigste Risikofaktoren sind der chronische **Nikotin- und Alkoholabusus**, die synergistisch wirken.
Leitsymptome
Das Leitsymptom des glottischen Larynxkarzinoms ist die **persistierende Heiserkeit über mehr als 3 Wochen**. Sie ist das früheste und sensitivste Zeichen.
Weitere Symptome sind:
- Globusgefühl
- Dysphagie
- Odynophagie
- chronischer Reizhusten
- Hämoptysen
- zervikale Lymphknotenschwellung
- Dyspnoe
- in fortgeschrittenen Stadien Stridor bei Atemwegsverlegung
Gewichtsverlust und allgemeine Leistungsminderung sind weitere Warnzeichen. **Ohrenschmerzen** können durch Reflexausstrahlung über den Nervus vagus auftreten.
Diagnostik
Die **Laryngoskopie** - zunächst indirekt oder flexibel transnasal, dann direkt in Narkose mit Biopsie - ist der Goldstandard. Die histologische Sicherung erfolgt aus der **Biopsie**.
Zur lokalen Stadieneinteilung wird ein **CT oder MRT** von Hals und Thorax durchgeführt. Die Halslymphknoten werden sonographisch untersucht und bei Verdacht feinnadelpunktiert.
Ein PET-CT ist bei unklarer Metastasierung hilfreich. Die **Panendoskopie** (Laryngoskopie, Ösophagoskopie und Bronchoskopie) dient dem Ausschluss von Zweittumoren, die bei dieser Patientengruppe wegen der gleichen Risikofaktoren gehäuft auftreten.
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