Lungenembolie
Definition
Die Lungenembolie ist ein **akuter Verschluss einer oder mehrerer Pulmonalarterien** durch eingeschwemmte Thromben, die meist aus den tiefen Bein- oder Beckenvenen stammen.
Sie führt zu einer akuten **Rechtsherzbelastung** und kann je nach Ausmaß lebensbedrohlich sein. Die Lungenembolie gehört zusammen mit der tiefen Venenthrombose zur **venösen Thromboembolie**.
Leitsymptome
Die Patienten präsentieren sich typischerweise mit akut einsetzender **Dyspnoe** und thorakalen Schmerzen, die atemabhängig sein können.
Häufig besteht eine **Tachykardie** und Tachypnoe, bei schweren Verläufen auch Hypotonie und Synkope. Zusätzlich können Zeichen einer **tiefen Beinvenenthrombose** wie einseitige Beinschwellung vorliegen.
Diagnostik
Die Diagnostik beginnt mit der Einschätzung der klinischen Wahrscheinlichkeit mittels **Wells-Score** oder Geneva-Score. Bei niedriger bis mittlerer Wahrscheinlichkeit erfolgt zunächst die Bestimmung der **D-Dimere**, die bei negativem Ergebnis eine Lungenembolie weitgehend ausschließen.
Bei hoher Wahrscheinlichkeit oder positiven D-Dimeren ist die **CT-Angiographie der Pulmonalarterien** der Goldstandard. Zusätzlich sollten EKG, Blutgasanalyse und Echokardiographie durchgeführt werden.
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