Lungenödem
Definition
Das Lungenödem ist eine pathologische **Flüssigkeitsansammlung im Interstitium und in den Alveolen** der Lunge.
Es entsteht meist durch eine akute **Linksherzinsuffizienz** (kardiogenes Lungenödem) oder durch eine erhöhte **Kapillarpermeabilität** (nicht-kardiogenes Lungenödem). Das Lungenödem ist ein lebensbedrohlicher Notfall, der eine sofortige Therapie erfordert.
Leitsymptome
Die Patienten präsentieren sich typischerweise mit akuter schwerer **Dyspnoe** und **Orthopnoe**.
Charakteristisch sind **feuchte Rasselgeräusche** über beiden Lungen, schaumiger, teilweise rosafarbener Auswurf sowie ausgeprägte Angst und Unruhe. Bei der Inspektion fallen Zyanose, Tachypnoe und der Einsatz der Atemhilfsmuskulatur auf.
Diagnostik
Die Diagnose wird primär klinisch gestellt und durch apparative Untersuchungen bestätigt. Die **Auskultation** zeigt feuchte Rasselgeräusche über beiden Lungen.
Im **Röntgen-Thorax** sieht man typische Stauungszeichen wie Kerley-B-Linien, ein verbreitertes Herz und eine schmetterlingsförmige perihiläre Verschattung. Das EKG kann Hinweise auf die kardiale Ursache geben, und das **BNP** ist bei kardialer Genese deutlich erhöht.
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