Meningitis
Definition
Die Meningitis ist eine **Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute**, die durch Bakterien, Viren oder seltener durch Pilze verursacht werden kann.
Die **bakterielle Meningitis** stellt einen lebensbedrohlichen Notfall dar und erfordert eine sofortige Therapie. Die **virale Meningitis** verläuft in der Regel milder und ist oft selbstlimitierend.
Leitsymptome
Die klassische Symptomtrias besteht aus:
- **Kopfschmerzen**
- **Fieber**
- **Meningismus**
Zusätzlich können Bewusstseinsstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit auftreten. Bei der bakteriellen Meningitis entwickeln sich die Symptome oft fulminant innerhalb von Stunden.
Diagnostik
Die Diagnostik beginnt mit der klinischen Untersuchung einschließlich der Meningismuszeichen wie **Brudzinski- und Kernig-Zeichen**. Der Goldstandard ist die **Liquorpunktion** mit Analyse von Zellzahl, Eiweiß, Glukose und mikrobiologischer Untersuchung.
Vor der Lumbalpunktion sollte bei Bewusstseinsstörung oder fokal-neurologischen Defiziten eine **kraniale Bildgebung** erfolgen. Blutkulturen sollten vor Antibiotikagabe abgenommen werden.
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