Migräne
Definition
Die Migräne ist eine **primäre Kopfschmerzerkrankung**, die durch anfallsartige, meist einseitige, pulsierende Kopfschmerzen von mittlerer bis starker Intensität gekennzeichnet ist.
Die Attacken dauern typischerweise zwischen 4 und 72 Stunden und werden häufig von vegetativen Begleitsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet. Bei etwa einem Drittel der Patienten tritt vor den Kopfschmerzen eine **Aura** mit neurologischen Symptomen auf.
Leitsymptome
Die Patienten beschreiben typischerweise einen **einseitigen, pulsierenden** oder pochenden Kopfschmerz, der sich bei körperlicher Aktivität verstärkt.
Begleitend treten häufig **Übelkeit**, Erbrechen, Lichtscheu und Geräuschempfindlichkeit auf. Bei Migräne mit Aura gehen visuelle Phänomene wie **Flimmerskotome** oder Gesichtsfeldausfälle den Kopfschmerzen voraus.
Diagnostik
Die Diagnose der Migräne wird klinisch anhand der Anamnese und der **ICHD-3-Kriterien** gestellt. Eine neurologische Untersuchung sollte durchgeführt werden und ist bei unkomplizierter Migräne unauffällig.
Eine zerebrale **Bildgebung mittels MRT oder CT** ist nur bei atypischer Präsentation, erstmaligem Auftreten nach dem 40. Lebensjahr oder Warnsymptomen erforderlich. Die Labordiagnostik dient dem Ausschluss sekundärer Ursachen.
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