Nephrolithiasis

Nephrologie · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Die Nephrolithiasis bezeichnet das **Vorhandensein von Konkrementen** in den Nieren oder ableitenden Harnwegen.

Diese Steine entstehen durch Auskristallisation von Harnbestandteilen, wobei **Kalziumoxalatsteine** mit etwa 70-80% am häufigsten vorkommen. Die Erkrankung betrifft Männer häufiger als Frauen und hat eine hohe Rezidivrate.

Merke: Kalziumoxalatsteine sind der häufigste Steintyp, gefolgt von Harnsäure- und Struvitsteinen.

Leitsymptome

Das Leitsymptom ist die **Nierenkolik** mit plötzlich einsetzenden, wellenförmigen Flankenschmerzen, die in Leiste, Hoden oder Labien ausstrahlen können.

Begleitend treten häufig Übelkeit, Erbrechen und motorische Unruhe auf. Eine **Makro- oder Mikrohämaturie** ist typisch und unterstützt die Diagnose.

Diagnostik

Die Basisdiagnostik umfasst Anamnese, körperliche Untersuchung mit **Klopfschmerz im Nierenlager** sowie Urinuntersuchung auf Hämaturie und Infektzeichen. Laborchemisch werden Kreatinin, Elektrolyte, CRP und Blutbild bestimmt.

Die Bildgebung der Wahl ist die **native CT des Abdomens**, alternativ die **Sonographie** zum Nachweis einer Harnstauung. Bei rezidivierender Nephrolithiasis erfolgt eine Steinanalyse und metabolische Abklärung.

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