Peritonitis

Allgemeinchirurgie · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Die Peritonitis ist eine akute oder chronische **Entzündung des Bauchfells (Peritoneum)**, die meist durch bakterielle Kontamination der Bauchhöhle entsteht.

Sie wird unterteilt in die **primäre Peritonitis** (hämatogene Streuung) und die häufigere **sekundäre Peritonitis** (durch Perforation eines Hohlorgans). Die Peritonitis stellt einen chirurgischen Notfall dar und erfordert sofortige Diagnostik und Therapie.

Merke: Peritonitis bedeutet akutes Abdomen bis zum Beweis des Gegenteils – Notfall!

Leitsymptome

Patienten mit Peritonitis präsentieren sich typischerweise mit starken, diffusen **Bauchschmerzen** und einer ausgeprägten **Abwehrspannung**.

Die Bauchdecke ist **bretthart** gespannt, und es zeigt sich ein reduzierter Allgemeinzustand mit Fieber, Tachykardie und Hypotonie. Charakteristisch sind auch Übelkeit, Erbrechen und ein **paralytischer Ileus** mit fehlenden Darmgeräuschen.

Diagnostik

Die Diagnostik beginnt mit der klinischen Untersuchung, bei der die typischen Peritonitiszeichen erhoben werden. Laborchemisch zeigen sich erhöhte **Entzündungsparameter** wie Leukozyten, CRP und Procalcitonin.

Die **Abdomensonographie** kann freie Flüssigkeit nachweisen, während die **CT-Abdomen** mit Kontrastmittel die Ursache der Peritonitis identifizieren kann. Eine Röntgen-Abdomenübersicht im Stehen zeigt bei Hohlorganperforation **freie Luft unter dem Zwerchfell**.

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