Pyelonephritis

Nephrologie · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Die Pyelonephritis ist eine **bakterielle Infektion des Nierenbeckens und des Nierenparenchyms**, die meist durch aufsteigende Erreger aus den unteren Harnwegen entsteht.

Der häufigste Erreger ist **Escherichia coli**, der für etwa 80 Prozent der Fälle verantwortlich ist. Man unterscheidet zwischen der **akuten** und der **chronischen** Pyelonephritis.

Merke: Pyelonephritis bedeutet Entzündung von Nierenbecken (Pyelon) und Nierengewebe (Nephros) - meist durch E. coli verursacht.

Leitsymptome

Die klassische Symptomtrias besteht aus:

- hohem **Fieber**

- **Flankenschmerz**

- **Dysurie**

Die Patienten präsentieren sich häufig mit einem ausgeprägten Krankheitsgefühl, Schüttelfrost und **klopfschmerzhaftem Nierenlager**. Zusätzlich können Übelkeit, Erbrechen und Symptome einer Zystitis wie Pollakisurie und Algurie auftreten.

Diagnostik

Die Diagnostik beginnt mit einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung, bei der das **klopfschmerzhafte Nierenlager** geprüft wird. Laborchemisch zeigen sich erhöhte **Entzündungsparameter** wie CRP und Leukozyten sowie oft eine erhöhte BSG.

Die **Urindiagnostik** umfasst Urinstatus, Urinsediment und Urinkultur mit Antibiogramm. Eine **Sonographie der Nieren** sollte zum Ausschluss von Komplikationen wie Harnstau oder Abszess durchgeführt werden.

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