Tiefe Beinvenenthrombose

Kardiologie · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Die tiefe Beinvenenthrombose ist ein partieller oder vollständiger **Verschluss einer tiefen Beinvene** durch ein Blutgerinnsel.

Sie entsteht meist durch die **Virchow-Trias**:

- Endothelschaden

- Stase

- Hyperkoagulabilität

Die TVT ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung aufgrund der Gefahr einer **Lungenembolie**.

Merke: Virchow-Trias: Endothelschaden, Stase, Hyperkoagulabilität - die drei Säulen der Thromboseentstehung.

Leitsymptome

Die typischen Symptome einer tiefen Beinvenenthrombose umfassen:

- eine **einseitige Beinschwellung** mit Umfangsdifferenz

- Schmerzen in der Wade oder im Oberschenkel

- eine **livide Verfärbung** und Überwärmung des betroffenen Beins

Die Symptome können jedoch auch diskret sein oder ganz fehlen.

Diagnostik

Bei Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose erfolgt zunächst die klinische Einschätzung mittels **Wells-Score**. Bei niedriger Wahrscheinlichkeit wird ein **D-Dimer-Test** durchgeführt.

Die **Kompressionssonographie** der Beinvenen ist die diagnostische Methode der Wahl und zeigt die fehlende Komprimierbarkeit der betroffenen Vene. Bei unklaren Befunden kann eine Phlebographie oder ein MRT erfolgen.

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