Ulcus cruris

Wundheilung · Wissen für die Fachsprachprüfung

Definition

Das Ulcus cruris ist ein **Substanzdefekt im Bereich des Unterschenkels**, der über die Epidermis hinausreicht und schlecht heilt.

Es handelt sich um ein chronisches Wundleiden, das überwiegend im distalen Unterschenkeldrittel auftritt. Die häufigste Ursache ist die **chronisch-venöse Insuffizienz**, weshalb man auch vom **Ulcus cruris venosum** spricht.

Merke: Ulcus cruris bedeutet Unterschenkelgeschwür - in 80% der Fälle venös bedingt.

Leitsymptome

Die Patienten berichten über eine schlecht heilende, oft nässende Wunde am Unterschenkel, die seit Wochen bis Monaten besteht.

Typisch sind begleitende Beschwerden wie **Schweregefühl**, Schwellung und Spannungsgefühl in den Beinen, die sich im Tagesverlauf verschlechtern. Bei venöser Genese finden sich häufig Zeichen der chronisch-venösen Insuffizienz wie **Varikosis**, **Hyperpigmentierung** und Dermatosklerose.

Diagnostik

Die Diagnostik umfasst zunächst eine gründliche Anamnese bezüglich Vorerkrankungen wie Varikosis, Thrombose oder pAVK. Die klinische Untersuchung beinhaltet die Inspektion der Wunde, **Palpation der Fußpulse** und Beurteilung der Hautveränderungen.

Der **Knöchel-Arm-Index (ABI)** ist obligat zum Ausschluss einer arteriellen Beteiligung. Die **Duplexsonographie** der Beinvenen und -arterien sichert die Diagnose und zeigt die Ursache.

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