Alkoholabhängigkeit: Entzug, Delir und Wernicke-Korsakow-Syndrom
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung wird Alkoholabhängigkeit mit Entzug, Delirium tremens und Wernicke-Korsakow-Syndrom regelmäßig als Notfallszenario präsentiert. Prüfer erwarten die sofortige Nennung von Thiamin VOR Glukose als Schlüsselmaßnahme — dieser Fehler ist ein klassischer Fallstrick. Die Unterscheidung zwischen unkompliziertem Entzug (F10.3), Entzugsdelir (F10.4) und Wernicke-Enzephalopathie (E51.2) muss sicher gelingen. CIWA-Ar-Werte und deren therapeutische Konsequenzen werden direkt abgefragt. Die Reihenfolge der Rückfallprophylaxe-Medikamente (Acamprosat, Naltrexon, Disulfiram) mit Kontraindikationen ist prüfungsrelevant. Rechtliche Fragen betreffen die Abgrenzung PsychKG (öffentlich-rechtliche Unterbringung bei akuter Selbst-/Fremdgefährdung) von § 1832 BGB (Zwangsmaßnahme im Rahmen bestehender Betreuung) — diese Verwechslung ist ein häufiger Fehler. Das Korsakow-Syndrom wird oft mit Demenz verwechselt; der Unterschied (keine Bewusstseinstrübung, Konfabulation, anterograde Amnesie bei erhaltenem Kurzzeitgedächtnis) muss präzise erklärt werden können.
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