Alzheimer-Demenz

Neurologie · Zentrale Erkrankungen · Wissen für die Kenntnisprüfung

Definition

Die Alzheimer-Demenz ist eine primär neurodegenerative Erkrankung des Gehirns, die durch einen progredienten Verlust kognitiver Funktionen, insbesondere des Gedächtnisses, gekennzeichnet ist. Sie stellt mit etwa 60-70% aller Demenzformen die häufigste Ursache einer Demenz dar. Die Erkrankung führt zu einer fortschreitenden Beeinträchtigung der Alltagskompetenz und der Selbstständigkeit der Betroffenen.

Merke: Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Demenzform (60-70%) mit charakteristischem Beginn durch Kurzzeitgedächtnisstörungen bei zunächst erhaltener Persönlichkeit.

Epidemiologie

Die Prävalenz der Alzheimer-Demenz steigt mit zunehmendem Alter exponentiell an und beträgt bei den über 65-Jährigen etwa 5-8%, bei den über 85-Jährigen bereits 25-30%. Frauen sind häufiger betroffen als Männer im Verhältnis von etwa 2:1, wobei dies teilweise durch die höhere Lebenserwartung erklärt wird. In Deutschland leben aktuell etwa 1,2 Millionen Menschen mit einer Alzheimer-Demenz, wobei jährlich circa 300.000 Neuerkrankungen hinzukommen.

Ätiologie

Die genaue Ursache der Alzheimer-Demenz ist multifaktoriell und nicht vollständig geklärt. Als gesicherte Risikofaktoren gelten das fortgeschrittene Alter als stärkster Faktor, genetische Prädisposition mit Apolipoprotein-E4-Allel sowie kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Hypertonie, Diabetes mellitus und Hypercholesterinämie. Bei der familiären Form mit frühem Beginn vor dem 65. Lebensjahr spielen Mutationen in den Genen für Amyloid-Vorläuferprotein, Präsenilin-1 und Präsenilin-2 eine Rolle.

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung wird häufig nach der Unterscheidung zwischen verschiedenen Demenzformen, insbesondere der Abgrenzung zur vaskulären Demenz und Lewy-Körperchen-Demenz, gefragt. Die medikamentöse Therapie mit den Acetylcholinesterase-Hemmern und deren stadiengerechtem Einsatz ist ein klassisches Prüfungsthema. Typische Fallbeispiele präsentieren einen älteren Patienten mit schleichendem Gedächtnisverlust, bei dem die Diagnostik und das weitere Vorgehen erfragt werden. Die Liquorbefunde mit erniedrigtem Beta-Amyloid und erhöhtem Tau sowie die MMST-Grenzwerte sollten bekannt sein.

Üben wie in der echten Prüfung

Führen Sie das Gespräch per Sprache mit einem KI-Patienten und einem KI-Prüfer – zwei Simulationen sind kostenlos.

Ganze Lerntafel öffnenKI-Simulation testenTelegram-Community

← Alle Themen