Antibiotika Übersicht
Definition
Antibiotika sind antimikrobielle Substanzen, die Bakterien abtöten (bakterizid) oder deren Wachstum hemmen (bakteriostatisch). Sie werden nach ihrem Wirkmechanismus, Wirkspektrum und ihrer chemischen Struktur eingeteilt. Die Auswahl des geeigneten Antibiotikums richtet sich nach dem Erreger, dem Infektionsort und den Patientenfaktoren.
Epidemiologie
Antibiotika gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten weltweit. In Deutschland werden jährlich etwa 500-600 Tonnen Antibiotika in der Humanmedizin eingesetzt. Die zunehmende Resistenzentwicklung stellt ein globales Gesundheitsproblem dar, wobei multiresistente Erreger besonders in Krankenhäusern zunehmen.
Ätiologie
Die Indikation für eine Antibiotikatherapie ergibt sich aus bakteriellen Infektionen verschiedener Organsysteme. Wichtige Faktoren für die Auswahl sind der vermutete oder nachgewiesene Erreger, die Lokalisation der Infektion, die Schwere der Erkrankung sowie individuelle Patientenfaktoren wie Allergien, Nieren- und Leberfunktion. Eine kalkulierte Therapie erfolgt vor Erregernachweis, eine gezielte Therapie nach Antibiogramm.
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden häufig die Zuordnung von Antibiotika zu Wirkmechanismen und Erregerspektren geprüft. Typische Fragen betreffen die Dosierung bei Niereninsuffizienz, Kontraindikationen und spezifische Nebenwirkungen wie Ototoxizität der Aminoglykoside. Die Therapie der Clostridioides-difficile-Infektion und die kalkulierte Antibiotikatherapie bei ambulant erworbener Pneumonie sind klassische Prüfungsthemen.
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