Antidepressiva – Pharmakologische Klasse

Pharmakotherapie · Psychiatrie Atemwege · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung werden Antidepressiva häufig in klinischen Fallszenarien geprüft, die eine Kombination aus Indikationsstellung, Substanzauswahl, Dosierung und Nebenwirkungsmanagement erfordern. Prüfer erwarten, dass Kandidaten die Erstliniensubstanzen (SSRI, SNRI) sicher benennen und von Zweitlinientherapien (TZA) abgrenzen können. Das Serotonin-Syndrom ist ein Prüfungsklassiker: Trias, Auslöser (SSRI + MAO-Hemmer, Linezolid, Tramadol, Triptane) und Sofortmaßnahmen müssen sitzen. Die Auswaschzeiten vor MAO-Hemmer-Beginn (14 Tage allgemein, 5 Wochen nach Fluoxetin) sind Pflicht-Zahlen. Häufige Fallstricke sind: Paroxetin im 1. Trimenon (KI wegen Herzfehlbildungen), Escitalopram >10 mg/d bei >65 Jahren (QTc), Agomelatin ohne Transaminasen-Monitoring, abruptes Absetzen von Paroxetin oder Venlafaxin (Absetzsyndrom). Die Frage nach dem Antidepressivum der Wahl in der Schwangerschaft (Sertralin) und in der Stillzeit (Sertralin, Nortriptylin) ist prüfungsrelevant. TZA-Überdosierung ist ein Notfall: QRS-Verbreiterung im EKG, Krampfanfälle, Koma – Therapie mit Natriumbicarbonat i.v. muss bekannt sein. Die paradoxe Suizidalitätszunahme in den ersten 4 Behandlungswochen und die daraus folgende Pflicht zur engmaschigen Kontrolle ist ein häufiges Prüfungsthema. Kandidaten müssen wissen, dass bei bipolarer Depression Antidepressiva-Monotherapie kontraindiziert ist (Manie-Induktion).

Üben wie in der echten Prüfung

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