Antiemetika & Spasmolytika
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden Antiemetika und Spasmolytika häufig in Notfall- und perioperativen Szenarien abgefragt. Prüfer erwarten, dass Kandidaten die Klassen sicher unterscheiden und das richtige Mittel für die richtige Situation benennen können. Der häufigste Fallstrick ist die Verwechslung von Metoclopramid und Domperidon bei Parkinson-Patienten: Metoclopramid ist kontraindiziert (D2-Blockade im ZNS), Domperidon ist die korrekte Alternative. Ein weiterer Klassiker ist die akute Dystonie unter Metoclopramid: Kandidaten müssen die Therapie (Biperiden i.v.) sofort nennen können. Bei PONV-Fragen wird die Kombination Ondansetron + Dexamethason erwartet; bei hoch emetogener Chemotherapie die Dreifachkombination mit Aprepitant. Die QT-Verlängerung durch Ondansetron i.v. ist ein häufiges Prüfungsthema: maximale Einzeldosis 16 mg i.v., EKG-Kontrolle bei Risikopatienten, Elektrolytausgleich vor Gabe. Bei Koliken (Gallen-, Nierenkolik) wird Butylscopolamin i.v. + Metamizol i.v. als Standardkombination erwartet; Kandidaten müssen wissen, dass die orale Bioverfügbarkeit von Butylscopolamin <1% beträgt und die parenterale Gabe bei akuten Koliken notwendig ist. Die Kontraindikation von Butylscopolamin bei Engwinkelglaukom und Myasthenia gravis ist prüfungsrelevant. Schwangerschaftsfragen betreffen vor allem Hyperemesis gravidarum: Dimenhydrinat i.v. als erste Option, Ondansetron Off-label mit Embryotox-Hinweis, Metoclopramid im 1. Trimenon meiden.
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