Antimykotika & Virostatika — Klassen, Wirkmechanismen und klinischer Einsatz
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden Antimykotika und Virostatika häufig in Szenarien mit immunsupprimierten Patienten, Transplantationsmedizin, HIV und Intensivmedizin geprüft. Kandidaten müssen die Erstlinientherapie bei invasiver Candidose (Echinocandin bei schwerer Erkrankung, Fluconazol bei unkomplizierter Candidämie) und invasiver Aspergillose (Voriconazol) sicher benennen können. Ein klassischer Fallstrick ist die Verwechslung von Amphotericin B konventionell und liposomalem Amphotericin B — die liposomale Form ist bei gleicher Wirksamkeit deutlich weniger nephrotoxisch und wird bevorzugt. Die Kontraindikation von Voriconazol i.v. bei GFR <50 (Cyclodextrin-Akkumulation) wird regelmäßig geprüft. Bei Virostatika ist die Dosisanpassung von Aciclovir und Ganciclovir bei Niereninsuffizienz prüfungsrelevant, ebenso die Notwendigkeit der Hydrierung bei Aciclovir i.v. Die Interaktion Voriconazol + Rifampicin als absolute Kontraindikation ist ein häufiges Prüfungsthema. TDM-Zielwerte für Voriconazol (1–5,5 mg/l) und Posaconazol (≥0,7 mg/l Prophylaxe) müssen bekannt sein. Bei Influenza-Szenarien wird geprüft, ob Oseltamivir innerhalb von 48 h begonnen werden muss und welche Patienten besonders profitieren. Die Teratogenität von Azolen (Voriconazol, Posaconazol absolut kontraindiziert in der Schwangerschaft) und die relative Sicherheit von Aciclovir in der Schwangerschaft bei vitaler Indikation sind prüfungsrelevant.
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