Antipsychotika (Neuroleptika)
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden Antipsychotika regelmäßig in Szenarien akuter Psychosen, Notfallsituationen und Langzeittherapie geprüft. Prüfer erwarten die Kenntnis der Unterschiede zwischen FGA und SGA, konkrete Dosierungen für Notfallsituationen und das Management typischer Nebenwirkungen. Das maligne neuroleptische Syndrom ist ein Klassiker: Kandidaten müssen die Tetrade (Hyperthermie, Rigor, Bewusstseinsstörung, CK-Erhöhung) sofort erkennen und die Sofortmaßnahmen (Absetzen, Dantrolen, Intensivstation) benennen. Clozapin-spezifisches Wissen (Indikation, Initialdosis 12,5 mg, Agranulozytose-Monitoring, Interaktion mit Carbamazepin und Rauchen) ist prüfungsrelevant. Die Unterscheidung zwischen Frühdyskinesie (Biperiden i.m./i.v.) und Akathisie (Propranolol) und Tardiver Dyskinesie (oft irreversibel, Umstellung) wird häufig geprüft. Depot-Formulierungen und ihre Indikation (mangelnde Adhärenz) sowie konkrete Dosierungsschemata (Paliperidon-Palmitat) werden erwartet. Die Black-Box-Warnung für Antipsychotika bei Demenz-Patienten (erhöhte Mortalität) ist ein häufiger Fallstrick. Kandidaten müssen wissen, welches Antipsychotikum bei Parkinson-Psychose erlaubt ist (Clozapin, Quetiapin) und welche absolut kontraindiziert sind (alle anderen wegen D2-Blockade). Die Interaktion Olanzapin i.m. + Lorazepam i.v. (Atemdepression) ist eine typische Notfall-Falle.
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