Calciumantagonisten (Calciumkanalblocker)
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden Calciumantagonisten regelmäßig in Kombinations-Szenarien geprüft: Welcher Vertreter bei welcher Indikation, und welche Kombination ist gefährlich. Die häufigsten Fallstricke sind: Verapamil bei HFrEF geben (absolut KI), Verapamil i.v. bei WPW+VHF geben (Kammerflimmern-Risiko), Nifedipin-Kapseln sublingual bei hypertensiver Krise (obsolet, unkontrollierter Blutdruckabfall), und die Digoxin-Interaktion mit Verapamil vergessen. Prüfer fragen gezielt nach dem Unterschied DHP vs. Non-DHP: DHP wirken vaskulär (Blutdruck, Angina), Non-DHP wirken am Herzen (Frequenz, Überleitung) — und daraus folgt, welcher bei Herzinsuffizienz erlaubt ist (nur DHP: Amlodipin, Felodipin) und welcher bei VHF zur Frequenzkontrolle eingesetzt wird (Non-DHP). Das Antidot bei Calciumantagonisten-Überdosierung (Calciumgluconat 10% i.v.) muss reflexartig genannt werden können. Nimodipin bei SAB ist ein klassisches Prüfungsthema: Dosis, Dauer, Applikationsweg und die Besonderheit des PVC-freien Infusionssystems müssen bekannt sein. Die Kombination Verapamil + Beta-Blocker i.v. als absolute Kontraindikation ist ein häufiger Prüfungspunkt in Notfallszenarien.
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