Conn-Syndrom
Definition
Das Conn-Syndrom bezeichnet einen primären Hyperaldosteronismus, bei dem eine autonome Überproduktion von Aldosteron in der Nebennierenrinde vorliegt. Diese Aldosteronüberproduktion führt zu einer therapieresistenten arteriellen Hypertonie in Kombination mit einer Hypokaliämie. Es handelt sich um die häufigste sekundäre Ursache einer Hypertonie und wird durch ein Nebennierenrindenadenom oder eine bilaterale Nebennierenhyperplasie verursacht.
Epidemiologie
Der primäre Hyperaldosteronismus betrifft etwa 5-10% aller Hypertoniepatienten und bis zu 20% der Patienten mit therapieresistenter Hypertonie. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Frauen sind bei Adenomen häufiger betroffen, während die bilaterale Hyperplasie bei Männern überwiegt.
Ätiologie
Die häufigste Ursache des primären Hyperaldosteronismus ist die bilaterale idiopathische Nebennierenhyperplasie mit etwa 60-70% der Fälle. Das aldosteronproduzierende Adenom, das klassische Conn-Adenom, macht etwa 30-40% aus. Seltene Ursachen sind die unilaterale Nebennierenhyperplasie, der familiäre Hyperaldosteronismus Typ I-IV sowie das sehr seltene Nebennierenkarzinom.
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung wird das Conn-Syndrom häufig im Kontext der Differentialdiagnose der sekundären Hypertonie gefragt. Besonders prüfungsrelevant sind die typische Laborkonstellation mit Hypokaliämie und supprimiertem Renin sowie der Aldosteron-Renin-Quotient als Screeningtest. Die Unterscheidung zwischen primärem und sekundärem Hyperaldosteronismus anhand des Reninspiegels ist ein klassisches Prüfungsthema. Fallbeispiele präsentieren oft einen Patienten mit therapieresistenter Hypertonie und Hypokaliämie.
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