COVID-19
Definition
COVID-19 (Coronavirus-Krankheit 2019) ist eine durch das SARS-CoV-2-Virus verursachte akute Infektionskrankheit, die primär die Atemwege befällt und von asymptomatischen Verläufen bis hin zum akuten Lungenversagen reichen kann. Die Erkrankung wurde erstmals im Dezember 2019 in Wuhan, China, beschrieben und entwickelte sich zur weltweiten Pandemie. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen und Aerosole.
Epidemiologie
COVID-19 betrifft alle Altersgruppen, wobei schwere Verläufe vor allem bei älteren Menschen über 60 Jahren und Personen mit Vorerkrankungen auftreten. Die Inkubationszeit beträgt im Mittel 5-6 Tage mit einer Spanne von 1-14 Tagen. Die Letalität variiert stark je nach Altersgruppe und liegt bei unter 60-Jährigen unter 1 Prozent, bei über 80-Jährigen jedoch bei 10-20 Prozent.
Ätiologie
Der Erreger SARS-CoV-2 ist ein einzelsträngiges RNA-Virus mit positivem Strang aus der Familie der Coronaviridae. Das Spike-Protein bindet an den ACE2-Rezeptor auf menschlichen Zellen, besonders in den Atemwegen, aber auch in Herz, Nieren und Darm. Risikofaktoren für schwere Verläufe umfassen hohes Alter, Adipositas, Diabetes mellitus, kardiovaskuläre Erkrankungen und Immunsuppression. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, Aerosole und seltener durch Schmierinfektion.
Prüfungsfokus
In der Prüfung werden häufig die Schweregradklassifikation, die Indikationen für Dexamethason und die typischen Laborveränderungen abgefragt. Fallbeispiele beinhalten oft die Entscheidung zur stationären Aufnahme anhand der Sauerstoffsättigung und Risikofaktoren. Die Differentialdiagnose zur Influenza und die Komplikationen (besonders Thromboembolien) sind häufige Prüfungsthemen. Typische Fallstricke sind die Gabe von Dexamethason bei milden Verläufen (kontraindiziert) und das Übersehen der stillen Hypoxie.
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