CRP (C-reaktives Protein)
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung wird CRP fast immer im Kontext einer klinischen Fallpräsentation abgefragt — selten isoliert. Typische Szenarien sind: Pneumonie mit CRP >150 mg/l und Frage nach dem nächsten Schritt, Appendizitis-Verdacht mit CRP-Wert und Alvarado-Score, Sepsismanagement mit CRP + PCT + Laktat-Konstellation, oder postoperativer Patient mit persistierendem CRP-Anstieg. Prüfer erwarten, dass Kandidaten CRP nicht als alleinigen Entscheidungsparameter nennen, sondern immer in Kombination mit klinischen Zeichen, PCT und Blutbild interpretieren. Die Unterscheidung CRP vs. PCT ist ein Klassiker: PCT steigt früher (3–6 h vs. 6–12 h), ist spezifischer für bakterielle Sepsis und wird durch Immunsuppression weniger beeinflusst. Die SLE-Ausnahme (CRP normal trotz Schub, BSG erhöht) ist ein häufiger Prüfungsfallstrick. Kandidaten müssen die Sepsis-Bundle-Reihenfolge kennen: Blutkulturen vor Antibiotikum, Antibiotikum innerhalb 1 Stunde, Laktat, Volumen. Das hs-CRP-Konzept für kardiovaskuläres Risiko-Screening wird gelegentlich in internistischen Prüfungen abgefragt, ist aber weniger häufig als das Infektions-CRP. Die Verlaufskinetik (Anstieg 6–12 h, Peak 24–72 h, HWZ 19 h) muss sicher beherrscht werden.
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