D-Dimere
Prüfungsfokus
Die Kenntnisprüfung testet D-Dimere fast ausschließlich im Kontext klinischer Algorithmen: Wann bestelle ich den Wert, wann nicht, und was folgt daraus? Die häufigste Falle ist die Anforderung bei hoher Vortestwahrscheinlichkeit — Prüfer erwarten, dass Kandidaten den Wells-Score kennen und wissen, dass bei hohem Score direkt bildgebend vorgegangen wird. Zweithäufigste Falle: D-Dimere bei postoperativen Patienten oder Schwangeren als diagnostisch verwertbar einzustufen. Dritte Falle: die Einheitenkonversion FEU vs. DDU. Pflicht-Zahlen: Standard-Cut-off 0,5 mg/l FEU, altersadaptierter Cut-off Alter × 0,01 mg/l FEU, Wells-Score-Schwellen (TVT: <2 = niedrig; LE: <5 = niedrig, 5–6 = intermediär, >6 = hoch), Alteplase-Dosierung bei massiver LE (100 mg über 2h), Rivaroxaban-Initialdosis (15 mg 2×/d für 21 Tage). Der DIC-Algorithmus (D-Dimer + Thrombozyten + Fibrinogen + Quick + PTT = ISTH-Score) ist prüfungsrelevant. Prüfer fragen häufig nach dem Unterschied zwischen TVT- und LE-Algorithmus und nach der Rolle des PERC-Scores (8 Kriterien, alle negativ = LE ausgeschlossen ohne D-Dimer). Die Lyse-Indikation bei massiver LE und deren Kontraindikationen werden regelmäßig abgefragt.
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