Delir (hyperaktiv, hypoaktiv, gemischt)
Prüfungsfokus
Das Delir ist ein Prüfungsklassiker in der Kenntnisprüfung, da es die Schnittstelle zwischen Psychiatrie, Innerer Medizin, Neurologie und Geriatrie darstellt. Prüfer präsentieren typischerweise einen älteren Patienten, der postoperativ oder bei Infektion akut verwirrt wird, oder einen Patienten mit bekannter Alkoholabhängigkeit, der 48 Stunden nach Aufnahme Tremor und Halluzinationen entwickelt. Die Unterscheidung Delir vs. Demenz vs. Depression ist ein Standardthema. Besonders geprüft wird die Kontraindikation von Benzodiazepinen beim nicht-Entzugsdelir sowie die Pflicht zur Thiamin-Gabe vor Glukose. Die CAM-Kriterien müssen auswendig beherrscht werden. Rechtliche Fragen zur Fixierung (§ 1831 BGB) und Unterbringung (PsychKG) werden regelmäßig gestellt. Das hypoaktive Delir als häufig übersehene Form ist ein beliebter Fallstrick. Die Wernicke-Enzephalopathie als lebensbedrohliche Differentialdiagnose mit spezifischer Therapie (Thiamin i.v. vor Glukose) ist Pflichtthema.
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