Diuretika im Überblick
Prüfungsfokus
Die Kenntnisprüfung fragt Diuretika regelmäßig in klinischen Szenarien ab, die eine schnelle Entscheidung zwischen den Klassen erfordern. Besonders häufig sind Fälle mit akuter kardialer Dekompensation (Furosemid i.v., Dosisberechnung), Herzinsuffizienz-Therapieoptimierung (wann Aldosteronantagonist hinzufügen), Hyponatriämie unter Thiaziden und Hyperkaliämie unter Aldosteronantagonisten. Prüfer testen gezielt die GFR-Grenzen: Thiazide versagen bei GFR <30 ml/min, Aldosteronantagonisten sind bei GFR <30 ml/min kontraindiziert. Die Kombination ACE-Hemmer + Aldosteronantagonist + NSAR (Triple Whammy) ist ein klassischer Prüfungsfall für iatrogenes ANV. Häufiger Fallstrick: Kandidaten geben Furosemid i.v. zu schnell (>4 mg/min) und vergessen die Ototoxizität, oder sie vergessen, dass Thiazide bei Niereninsuffizienz nicht wirken. Die Unterscheidung Spironolacton vs. Eplerenon (Gynäkomastie, CYP3A4-Interaktionen) wird in Prüfungen zur Herzinsuffizienz-Therapie abgefragt. Tolvaptan-Szenarien betreffen SIADH und ADPKD mit der Forderung nach stationärer Überwachung beim ersten Einsatz. Dosierungsangaben für Furosemid i.v. bei Dekompensation (Initialdosis = orale Tagesdosis als i.v.-Bolus) müssen sicher sitzen.
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