Exsikkose

Innere Medizin · Nephrologie · Wissen für die Kenntnisprüfung

Definition

Die Exsikkose bezeichnet einen Zustand der Austrocknung des Körpers durch einen Mangel an Körperflüssigkeit, der durch verminderte Flüssigkeitszufuhr oder erhöhten Flüssigkeitsverlust entsteht. Es handelt sich um eine Störung des Wasserhaushalts mit Abnahme des Gesamtkörperwassers, die zu einer Beeinträchtigung der Organfunktionen führen kann. Die Exsikkose ist besonders bei älteren Menschen und Säuglingen eine häufige und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung.

Merke: Exsikkose ist nicht gleich Dehydratation: Exsikkose bezeichnet den klinischen Zustand, Dehydratation den pathophysiologischen Prozess des Wasserverlustes.

Epidemiologie

Die Exsikkose tritt besonders häufig bei älteren Menschen über 65 Jahren auf, wobei etwa 20-30 Prozent der hospitalisierten geriatrischen Patienten betroffen sind. Säuglinge und Kleinkinder sind aufgrund ihres höheren Wasserumsatzes ebenfalls besonders gefährdet. Die Inzidenz steigt in den Sommermonaten sowie bei Patienten mit Demenz, Diabetes mellitus und chronischen Nierenerkrankungen deutlich an.

Ätiologie

Die Ursachen der Exsikkose lassen sich in verminderte Flüssigkeitszufuhr und erhöhte Flüssigkeitsverluste unterteilen. Eine verminderte Zufuhr tritt bei reduziertem Durstempfinden im Alter, Schluckstörungen, Bewusstseinsstörungen oder mangelnder Verfügbarkeit von Flüssigkeit auf. Erhöhte Verluste entstehen durch Erbrechen, Diarrhoe, Fieber, starkes Schwitzen, Polyurie bei Diabetes mellitus oder insipidus sowie durch Diuretikatherapie. Seltener sind renale Salzverluste, Verbrennungen oder Drainagen die Ursache.

Prüfungsfokus

In der Prüfung werden häufig klinische Fallbeispiele mit älteren Patienten oder Säuglingen mit Durchfallerkrankungen präsentiert. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen isotoner, hypotoner und hypertoner Dehydratation anhand der Laborwerte sowie die Wahl der korrekten Infusionslösung. Die klinischen Zeichen der Exsikkose und die Interpretation der Laborwerte wie Harnstoff-Kreatinin-Quotient und Urin-Natrium werden regelmäßig abgefragt. Auch die Komplikationen bei zu schneller Elektrolytkorrektur sind prüfungsrelevant.

Üben wie in der echten Prüfung

Führen Sie das Gespräch per Sprache mit einem KI-Patienten und einem KI-Prüfer – zwei Simulationen sind kostenlos.

Ganze Lerntafel öffnenKI-Simulation testenTelegram-Community

← Alle Themen