Fibrinolytika & Antidote
Prüfungsfokus
Die KP-Prüfung fragt Fibrinolytika und Antidote bevorzugt in Notfall-Szenarien: Schlaganfall mit Zeitfenster, massive Lungenembolie, STEMI ohne PCI-Möglichkeit, und Blutungskomplikationen unter Antikoagulation. Kandidatinnen und Kandidaten müssen die Alteplase-Dosis beim Schlaganfall (0,9 mg/kg, max. 90 mg, 10% Bolus) auswendig kennen — Verwechslung mit der LE-Dosis (100 mg) ist ein häufiger Fehler. Das Zeitfenster von 4,5 Stunden beim Schlaganfall ist prüfungsrelevant; die Frage nach dem Zeitfenster bei unbekanntem Symptombeginn (Wake-up-Stroke) erfordert Kenntnis der MRT-gestützten Entscheidung. Beim STEMI muss die Entscheidungslogik 'PCI vs. Lyse' mit dem 120-Minuten-Kriterium sitzen. Die Antidot-Zuordnung ist ein Klassiker: Dabigatran → Idarucizumab; Apixaban/Rivaroxaban → Andexanet alfa; UFH → Protamin; VKA → Vitamin K + PPSB. Ein häufiger Fallstrick ist die Frage nach dem Antidot für Edoxaban — Andexanet alfa ist für Edoxaban in der EU nicht zugelassen (Stand 2024), PPSB ist die Alternative. Protamin-Dosierung (1 mg pro 100 IE UFH) und die Einschränkung bei NMH (nur ~60% Anti-Xa-Neutralisation) werden regelmäßig gefragt. Die Kombination PPSB + Vitamin K bei VKA-Blutung muss als Doppelstrategie bekannt sein: PPSB wirkt sofort (Faktorenersatz), Vitamin K sichert die anhaltende Produktion.
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