Gastroösophageale Refluxkrankheit
Definition
Die gastroösophageale Refluxkrankheit bezeichnet den pathologischen Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre, der zu Symptomen und/oder Schleimhautläsionen führt. Man unterscheidet die nicht-erosive Refluxkrankheit (NERD) ohne endoskopisch sichtbare Läsionen von der erosiven Refluxkrankheit (ERD) mit nachweisbaren Schleimhautdefekten. Die Erkrankung ist eine der häufigsten gastroenterologischen Diagnosen in der westlichen Welt.
Epidemiologie
Die Prävalenz der GERD in westlichen Industrieländern liegt bei 10-20% der Bevölkerung. Das Erkrankungsalter liegt typischerweise zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind als Frauen. Etwa 60-70% der Patienten haben eine nicht-erosive Form der Erkrankung.
Ätiologie
Die Hauptursache ist eine Insuffizienz des unteren Ösophagussphinkters mit einem Ruhedruck unter 10 mmHg oder vermehrten transienten Relaxationen. Eine Hiatushernie begünstigt den Reflux durch Verlagerung des gastroösophagealen Übergangs in den Thorax. Weitere Risikofaktoren sind Adipositas, Schwangerschaft, Nikotinabusus, fettreiche Ernährung und bestimmte Medikamente wie Kalziumantagonisten oder Nitrate.
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden besonders die Los-Angeles-Klassifikation, die typischen und atypischen Symptome sowie das diagnostische und therapeutische Vorgehen geprüft. Fallbeispiele beschreiben häufig Patienten mit Sodbrennen und fragen nach dem weiteren Vorgehen oder nach Alarmsymptomen. Die Dosierungen der Protonenpumpeninhibitoren und die Indikationen für eine Endoskopie sind klassische Prüfungsinhalte. Wichtig ist auch die Abgrenzung zu kardialen Ursachen bei retrosternalen Beschwerden.
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