Glucocorticoide systemisch

Pharmakotherapie · Endokrin · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

Systemische Glucocorticoide gehören zu den häufigsten Prüfungsthemen der KP, da sie fachübergreifend eingesetzt werden und zahlreiche praxisrelevante Fallstricke bieten. Prüfer testen besonders die Äquivalenzdosen (Hydrokortison 20 mg = Prednisolon 5 mg = Dexamethason 0,75 mg), die Notfalldosierung bei Addison-Krise (Hydrokortison 100 mg i.v. sofort) und die Indikation für Dexamethason vs. Prednisolon. Ein klassischer Fallstrick ist die Verwechslung von Prednisolon (geringe Plazentagängigkeit, für Mutter) und Betamethason/Dexamethason (hohe Plazentagängigkeit, für Lungenreifeinduktion). Die HPA-Achsen-Suppression und das obligate Ausschleichen nach >3 Wochen Therapie werden regelmäßig abgefragt. Prüfer fragen auch nach der Osteoporoseprophylaxe: ab wann (>3 Monate, >7,5 mg/d), womit (Ca2+ + Vit.D, Bisphosphonat) und welche Diagnostik (DXA). Die Stressdosierung bei Patienten mit bekannter NNR-Insuffizienz vor Operationen oder bei Fieber ist ein häufiges Szenario. Interaktionen mit Rifampicin (CYP3A4-Induktion, Wirkungsverlust) und NSAR (GI-Ulkus) werden gezielt geprüft. Die Unterscheidung zwischen Mineralokortikoid- und Glucocorticoidwirkung ist relevant für die Wahl des Wirkstoffs (Dexamethason ohne Mineralokortikoidwirkung bei Hirnödem; Hydrokortison mit Mineralokortikoidwirkung bei Addison).

Üben wie in der echten Prüfung

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