Hämoglobin & Hämatokrit

Labormedizin · Hämatologie Gerinnung · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung wird Hb/Hkt fast immer im klinischen Kontext geprüft: Transfusionstrigger, Anämie-Differenzierung über MCV, Notfallmanagement bei schwerer Anämie und Erkennen von Fallstricken. Prüfer erwarten, dass Kandidaten den Transfusionstrigger nicht mechanisch nach Hb-Zahl anwenden, sondern klinisch begründen können. Die WHO-Grenzwerte für Anämie (Mann <13, Frau <12, Schwangere <11 g/dl) müssen sicher sitzen. Die MCV-basierte Differenzierung (mikrozytär/normozytär/makrozytär) mit den jeweiligen Leitdiagnosen ist Pflicht-Wissen. Häufige Prüfungsfallen: normaler Hb bei akuter Blutung, Thalassämia minor vs. Eisenmangel, Dehydratation vs. Polyglobulie. Die Kombination Hb↓ + LDH↑ + Haptoglobin↓ als Hämolyse-Konstellation wird regelmäßig abgefragt. Polyzythämia vera mit JAK2-Mutation und Aderlass-Therapie ist ein klassisches Prüfungsthema. Kandidaten sollten den Hb-Anstieg pro EK (ca. 1 g/dl) und die Kinetik der Eisentherapie (Retikulozyten-Krise nach 1–2 Wochen) kennen.

Üben wie in der echten Prüfung

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