Heparine (Unfraktioniertes Heparin & Niedermolekulare Heparine)
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden Heparine regelmäßig in Notfall- und Akutszenarien abgefragt, insbesondere die Differenzierung UFH vs. NMH nach klinischer Situation. Die häufigsten Fallstricke sind: NMH bei schwerer Niereninsuffizienz (GFR <30) zu geben statt UFH; HIT II nicht zu erkennen oder fälschlicherweise auf NMH zu wechseln statt auf Argatroban/Fondaparinux; Protamin-Dosierung falsch zu berechnen; Anti-Xa-Monitoring-Indikationen nicht zu kennen. Prüfer fragen gezielt nach der Antagonisierbarkeit (UFH vollständig, NMH partiell), nach dem Monitoring-Parameter (aPTT für UFH, Anti-Xa für NMH bei Risikopatienten) und nach dem Vorgehen bei HIT II. Die Schwangerschaft ist ein Kernthema: DOAKs und VKA sind kontraindiziert, NMH ist das Mittel der Wahl. Perioperatives Bridging wird häufig gefragt: wann NMH pausieren (12 h vor OP bei prophylaktischer Dosis, 24 h bei therapeutischer Dosis), wann wieder starten. Die Unterscheidung HIT I (harmlos, häufig, nicht-immunvermittelt) vs. HIT II (gefährlich, selten, immunvermittelt mit Thrombosen) ist prüfungsrelevant. Kandidaten müssen die 4T-Score-Kriterien kennen (Thrombozytenabfall, Timing, Thrombose, andere Ursachen) und wissen, dass bei HIT II KEIN Wechsel auf das andere Heparin erfolgt.
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