Hypokaliämie
Definition
Die Hypokaliämie ist definiert als eine Serumkaliumkonzentration unter 3,5 mmol/l. Sie stellt eine der häufigsten Elektrolytstörungen im klinischen Alltag dar und kann von asymptomatisch bis lebensbedrohlich verlaufen. Der Normbereich des Serumkaliums liegt zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l.
Epidemiologie
Die Hypokaliämie tritt bei etwa 20 Prozent aller hospitalisierten Patienten auf und ist damit eine der häufigsten Elektrolytstörungen. Besonders betroffen sind ältere Patienten, Patienten mit Herzinsuffizienz und Patienten unter Diuretikatherapie. Bei ambulanten Patienten liegt die Prävalenz bei etwa 2 bis 3 Prozent.
Ätiologie
Die Ursachen der Hypokaliämie lassen sich in drei Hauptgruppen einteilen: verminderte Zufuhr, erhöhte Verluste und intrazelluläre Kaliumverschiebung. Renale Verluste entstehen hauptsächlich durch Diuretika (Schleifendiuretika, Thiazide), Hyperaldosteronismus und tubuläre Erkrankungen. Gastrointestinale Verluste treten bei Erbrechen, Diarrhoe und Laxantienabusus auf. Die intrazelluläre Verschiebung wird durch Alkalose, Insulin und Beta-2-Sympathomimetika verursacht.
Prüfungsfokus
In der Prüfung werden häufig EKG-Veränderungen bei Hypokaliämie abgefragt, insbesondere die charakteristischen U-Wellen. Die Differenzierung zwischen renalen und extrarenalen Verlusten anhand des Urinkaliums ist prüfungsrelevant. Typische Fallbeispiele beinhalten Patienten unter Diuretikatherapie oder mit chronischem Erbrechen. Die Wechselwirkung mit Digitalis und die Therapiegrundsätze werden regelmäßig geprüft.
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