Impfungen
Definition
Impfungen sind präventive medizinische Maßnahmen zur aktiven oder passiven Immunisierung gegen Infektionskrankheiten. Bei der aktiven Immunisierung werden abgeschwächte oder inaktivierte Erreger beziehungsweise deren Bestandteile verabreicht, um eine körpereigene Immunantwort mit Gedächtnisbildung zu induzieren. Die passive Immunisierung erfolgt durch Gabe von Immunglobulinen und bietet sofortigen, aber zeitlich begrenzten Schutz.
Epidemiologie
In Deutschland werden Impfempfehlungen durch die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut herausgegeben und regelmäßig aktualisiert. Die Durchimpfungsraten variieren je nach Impfung erheblich, wobei bei Masern eine Quote von mindestens 95 Prozent für die Herdenimmunität erforderlich ist. Impfpräventable Erkrankungen wie Masern zeigen bei sinkenden Impfquoten erneute Ausbrüche, was die Bedeutung hoher Durchimpfungsraten unterstreicht.
Ätiologie
Die Notwendigkeit von Impfungen ergibt sich aus der Gefährlichkeit verschiedener Infektionskrankheiten und deren Komplikationen. Risikofaktoren für schwere Verläufe impfpräventabler Erkrankungen sind Immunsuppression, hohes oder niedriges Lebensalter sowie chronische Grunderkrankungen. Berufliche Exposition im Gesundheitswesen oder Reisen in Endemiegebiete erhöhen das Infektionsrisiko und erfordern spezifische Impfungen.
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden häufig Impfindikationen bei Risikogruppen, Kontraindikationen für Lebendimpfstoffe und Postexpositionsprophylaxe geprüft. Besonders relevant sind Impfungen bei Asplenie, in der Schwangerschaft und bei Immunsuppression. Das Impfschema für Tetanus-Postexpositionsprophylaxe nach Verletzungen ist ein klassisches Prüfungsthema. Die Kenntnis der Impfabstände zwischen Lebendimpfstoffen und die Unterscheidung von Lebend- und Totimpfstoffen werden regelmäßig abgefragt.
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