Insulin & Insulinschemata

Pharmakotherapie · Endokrin · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung ist Insulin eines der am häufigsten geprüften Themen im Bereich Endokrinologie und Notfallmedizin. Prüfer erwarten präzise Kenntnisse der Insulinschemata (ICT, BOT, CT), der Wirkprofile der einzelnen Insulintypen sowie des Notfallmanagements bei Hypoglykämie und DKA. Häufige Fallstricke: Kandidaten verwechseln den Spritz-Ess-Abstand (Normalinsulin 30 min, Schnellanalogon keiner), vergessen die Dosisreduktion bei Niereninsuffizienz oder setzen Insulin in der Schwangerschaft fälschlicherweise als kontraindiziert an. Die Hypoglykämie-Behandlung muss reflexartig sitzen: leicht oral (15-20 g Glukose), schwer parenteral (Glukagon 1 mg i.m. oder G40% i.v.). Bei der DKA ist der häufigste Fehler, sofort mit hohen Insulindosen zu beginnen ohne vorherige Rehydratation — die Leitlinie empfiehlt erst Volumenersatz, dann Insulinperfusor 0,05-0,1 IE/kg/h. Die Hyperkaliämie-Behandlung mit Insulin+Glukose wird regelmäßig geprüft: 10 IE Normalinsulin i.v. + 25 g Glukose (50 ml G50%). Perioperatives Insulinmanagement und die Frage nach dem BZ-Ziel auf der ITS (140-180 mg/dl, nicht <110 mg/dl — NICE-SUGAR-Studie) sind weitere Prüfungsklassiker. Kandidaten müssen die Unterschiede zwischen den Basalinsulinen kennen (glargin 100 vs. 300 vs. detemir vs. degludec) und begründen können, warum bei nächtlichen Hypoglykämien unter NPH-Insulin auf ein Analogon umgestellt wird.

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