Kalium (Serum/Plasma)
Prüfungsfokus
Kalium ist einer der häufigsten Notfall-Laborwerte in der KP und wird regelmäßig in Szenarien mit Herzrhythmusstörungen, Niereninsuffizienz, Diuretika-Therapie und diabetischer Ketoazidose abgefragt. Prüfer erwarten die sofortige Nennung des EKG als ersten Schritt bei Hyperkaliämie — vor jeder Therapie. Die Reihenfolge der Hyperkaliämie-Therapie (CaGluc → Insulin+Glukose → Salbutamol → Dialyse) muss sicher sitzen. Häufiger Fehler: Prüflinge beginnen mit Insulin ohne vorherige Membranstabilisierung durch Kalzium. Die Unterscheidung echter Hyperkaliämie vs. Pseudohyperkaliämie (Hämolyse) ist ein klassisches Prüfungsthema. Bei der DKA muss erklärt werden, warum K+ trotz Gesamtkörpermangel initial normal oder erhöht sein kann und wann mit der Substitution begonnen wird. Der Zusammenhang Hypokaliämie + Digitalis-Toxizität ist ein Pflicht-Wissen-Thema. Prüfer fragen auch nach dem Conn-Syndrom als Ursache einer Hypokaliämie mit Hypertonie. Die Azidose-Kalium-Beziehung (0,5 mmol/l pro 0,1 pH-Einheit) wird häufig in ABG-Kombinationsszenarien geprüft. Magnesium als Kosubstitution bei refraktärer Hypokaliämie ist ein differenziertes Thema für höhere Prüfungsniveaus.
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