Kreatinin & GFR (glomeruläre Filtrationsrate)

Labormedizin · Klinische Chemie · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung wird Kreatinin/eGFR fast immer im Kontext eines klinischen Szenarios geprüft — selten als isolierter Wert. Die häufigsten Szenarien sind: akutes Nierenversagen mit Ursachendifferenzierung (prärenal vs. renal vs. postrenal), Medikamentenanpassung bei CKD (Metformin, Kontrastmittel, Dosisreduktion), und die Frage nach Dialyseindikationen. Prüfer erwarten, dass Kandidaten die KDIGO-AKI-Kriterien kennen (Krea-Anstieg ≥0,3 mg/dl in 48 h oder ≥1,5-fach in 7 Tagen), die CKD-Stadieneinteilung nach eGFR benennen können und wissen, wann Nephrotoxika gestoppt werden müssen. Ein häufiger Fehler ist, bei einem Patienten mit Kachexie oder Schwangerschaft einen 'normalen' Kreatininwert als Entwarnung zu werten. Ebenso wird die Frage nach dem Harnstoff/Kreatinin-Quotienten zur Differenzierung prärenal vs. renal gestellt. Die AEIOU-Regel für Dialyseindikationen muss sicher beherrscht werden. Kandidaten sollten außerdem wissen, dass ein Krea-Anstieg unter ACE-Hemmer bis 30 % toleriert wird und kein Absetzen erfordert.

Üben wie in der echten Prüfung

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