Kreuzschema (Kreuzbandriss)
Definition
Der Kreuzbandriss bezeichnet eine partielle oder vollständige Ruptur des vorderen oder hinteren Kreuzbandes im Kniegelenk. Das vordere Kreuzband (Ligamentum cruciatum anterius) ist etwa zehnmal häufiger betroffen als das hintere Kreuzband (Ligamentum cruciatum posterius). Die Verletzung führt zu einer pathologischen Instabilität des Kniegelenks mit konsekutiver Einschränkung der Gelenkfunktion.
Epidemiologie
Die Inzidenz der vorderen Kreuzbandruptur beträgt etwa 30-40 Fälle pro 100.000 Einwohner pro Jahr in Deutschland. Frauen sind aufgrund anatomischer und hormoneller Faktoren 2-8 mal häufiger betroffen als Männer. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr, wobei Sportler besonders gefährdet sind.
Ätiologie
Die häufigste Ursache ist ein indirektes Trauma durch Rotationsbewegung des Kniegelenks bei fixiertem Fuß, typischerweise beim Sport. Klassische Sportarten mit hohem Risiko sind Fußball, Handball, Basketball und Skifahren. Direkte Traumata durch Krafteinwirkung von außen auf das gebeugte Knie sind seltener. Die sogenannte Unhappy Triad bezeichnet die kombinierte Verletzung von vorderem Kreuzband, Innenmeniskus und Innenband.
Prüfungsfokus
In der Prüfung werden besonders die klinischen Stabilitätstests und deren korrekte Durchführung abgefragt. Der Lachman-Test als sensitivster Test sollte detailliert beschrieben werden können. Die Unterscheidung zwischen vorderer und hinterer Kreuzbandruptur anhand der Schubladentests ist prüfungsrelevant. Außerdem sind typische Verletzungsmechanismen und die Therapieindikation wichtige Themen.
Führen Sie das Gespräch per Sprache mit einem KI-Patienten und einem KI-Prüfer – zwei Simulationen sind kostenlos.
Ganze Lerntafel öffnenKI-Simulation testenTelegram-Community