Laparoskopie
Definition
Die Laparoskopie ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren, bei dem über kleine Hautinzisionen optische Instrumente und Arbeitsinstrumente in die Bauchhöhle eingeführt werden. Das Abdomen wird mit Kohlendioxid insuffliert, um einen Arbeitsraum (Pneumoperitoneum) zu schaffen und eine optimale Sicht auf die intraabdominellen Strukturen zu ermöglichen. Diese Technik hat sich als Standardverfahren für viele chirurgische Eingriffe etabliert.
Epidemiologie
Die Laparoskopie ist heute das Standardverfahren für etwa 90 Prozent aller Cholezystektomien in Deutschland. Jährlich werden in Deutschland über 200.000 laparoskopische Cholezystektomien durchgeführt. Auch bei appendektomischen, hernienchiruirgischen und gynäkologischen Eingriffen hat die Laparoskopie die offene Chirurgie weitgehend abgelöst.
Ätiologie
Die Indikationen zur Laparoskopie umfassen diagnostische und therapeutische Eingriffe. Diagnostisch wird sie bei unklaren abdominellen Schmerzen, Tumorstaging und der Abklärung von Aszites eingesetzt. Therapeutische Anwendungen sind unter anderem Cholezystektomie, Appendektomie, Hernienversorgung, Fundoplikatio und kolorektale Eingriffe. Relative Kontraindikationen sind ausgeprägte Adhäsionen, schwere kardiopulmonale Erkrankungen und nicht korrigierbare Gerinnungsstörungen.
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden häufig die Indikationen und Kontraindikationen der Laparoskopie gefragt. Das Verständnis des Pneumoperitoneums mit dem Standarddruck von 12-15 mmHg ist prüfungsrelevant. Die Critical View of Safety bei Cholezystektomie wird regelmäßig abgefragt. Komplikationen wie Trokar-Verletzungen, Gasembolie und Gallengangsverletzungen sowie deren Management sind wichtige Prüfungsthemen.
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