Lipidsenker: Statine, Ezetimib und PCSK9-Hemmer

Pharmakotherapie · Endokrin · Wissen für die Kenntnisprüfung

Prüfungsfokus

In der Kenntnisprüfung werden Lipidsenker häufig im Kontext der Sekundärprävention nach Herzinfarkt oder Schlaganfall geprüft, wobei die Prüfer konkrete LDL-Zielwerte und die Eskalationslogik (Statin → Ezetimib → PCSK9-Hemmer) erwarten. Kandidatinnen und Kandidaten müssen die LDL-Zielwerte auswendig kennen: <55 mg/dl bei sehr hohem Risiko, <70 mg/dl bei hohem Risiko, <100 mg/dl bei moderatem Risiko. Ein klassischer Fallstrick ist die Frage nach Statinen in der Schwangerschaft — die Antwort ist immer: absolut kontraindiziert, sofort absetzen. Die Unterscheidung zwischen Myalgie (CK normal, häufig, kein Absetzen zwingend), Myositis (CK >3-fach ULN, Absetzen) und Rhabdomyolyse (CK >10-fach ULN + Myoglobinurie, Notfall) ist prüfungsrelevant. Prüfer fragen häufig nach der sichersten Statin-Wahl bei Niereninsuffizienz (Atorvastatin, da keine renale Elimination), bei Transplantationspatienten unter Ciclosporin (Pravastatin, geringste Interaktion) und bei Patienten mit CYP3A4-Inhibitoren (Rosuvastatin oder Pravastatin). Die Kombination Statin + Gemfibrozil ist eine klassische 'Falle' — kontraindiziert wegen Rhabdomyolyse-Risiko, Fenofibrat ist die sichere Alternative. PCSK9-Hemmer werden im Kontext der FH und der Drittlinientherapie geprüft; Kandidaten sollten wissen, dass diese subkutan appliziert werden und keine CYP-Interaktionen haben. Die Diabetogenität der Statine ist ein häufiges Thema: das Risiko ist real, aber der kardiovaskuläre Nutzen überwiegt — diese Abwägung muss klar kommuniziert werden.

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