Lungenkarzinom
Definition
Das Lungenkarzinom ist ein maligner epithelialer Tumor der Lunge, der von den Zellen der Bronchialschleimhaut oder des Alveolarepithels ausgeht. Es ist die häufigste zum Tode führende Krebserkrankung weltweit und wird histologisch in kleinzellige (SCLC) und nicht-kleinzellige Karzinome (NSCLC) unterteilt. Die Prognose ist stark abhängig vom Tumorstadium bei Diagnosestellung und dem histologischen Subtyp.
Epidemiologie
Das Lungenkarzinom ist bei Männern die häufigste und bei Frauen die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland. Die Inzidenz liegt bei etwa 50 pro 100.000 Einwohner pro Jahr, wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen (Verhältnis etwa 2:1). Der Altersgipfel liegt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr, wobei durch zunehmenden Tabakkonsum bei Frauen die Inzidenz bei diesen steigt.
Ätiologie
Der wichtigste Risikofaktor ist das Rauchen, welches für etwa 85 bis 90 Prozent aller Lungenkarzinome verantwortlich ist. Dabei besteht eine dosisabhängige Beziehung, die in Packungsjahren (pack years) gemessen wird. Weitere Risikofaktoren sind Passivrauchen, berufliche Exposition gegenüber Asbest, Radon, Arsen, Chrom und Nickel sowie eine positive Familienanamnese. Vorbestehende Lungenerkrankungen wie COPD und Lungenfibrose erhöhen ebenfalls das Risiko.
Prüfungsfokus
In der KP-Prüfung wird häufig nach der Unterscheidung zwischen SCLC und NSCLC gefragt, da diese therapierelevant ist. Paraneoplastische Syndrome werden gerne abgefragt, insbesondere SIADH und Lambert-Eaton-Syndrom beim SCLC sowie Hyperkalzämie beim Plattenepithelkarzinom. Die TNM-Klassifikation und stadienabhängige Therapie sind Kernthemen. Molekulare Marker (EGFR, ALK, PD-L1) und deren therapeutische Konsequenzen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Typische Fallvignetten beschreiben einen älteren Raucher mit persistierendem Husten, Hämoptysen oder Gewichtsverlust.
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