Orale Antidiabetika — Klasse im Überblick
Prüfungsfokus
Die Kenntnisprüfung fragt orale Antidiabetika regelmäßig in klinischen Szenarien ab, die Therapieauswahl, Dosisanpassung und Sicherheitsmanagement kombinieren. Besonders häufig: Metformin-Pausierung vor Kontrastmittelgabe (wann, wie lange, warum) und bei Niereninsuffizienz (GFR-Schwellen auswendig). Die Auswahl des richtigen OAD bei kardiovaskulärer Komorbidität ist ein Kernthema: SGLT2-i bei HFrEF/KHK/CKD, Linagliptin bei schwerer Niereninsuffizienz. Sulfonylharnstoff-Hypoglykämie und deren Management (Glukose oral/i.v., Glukagon) werden häufig als Notfallszenario gestellt. Die euglykämische DKA unter SGLT2-i ist ein modernes Prüfungsthema: normaler oder nur leicht erhöhter BZ bei metabolischer Azidose, Ketonkörper positiv — Kandidaten müssen wissen, dass SGLT2-i präoperativ pausiert werden müssen. Pioglitazon-Kontraindikation bei Herzinsuffizienz (alle NYHA-Stadien) wird als Falle eingesetzt. DPP-4-Inhibitoren werden oft mit GLP-1-RA verwechselt — der Unterschied (oral vs. s.c., Wirkmechanismus, Gewichtseffekt) muss klar sein. Metformin in der Schwangerschaft: nicht absolut verboten (Embryotox: vertretbar im 2./3. Trimenon bei Gestationsdiabetes), aber Insulin ist Standard — diese Nuance wird geprüft. Monitoring-Fragen: HbA1c-Zielwert, GFR-Schwellen, Laktatazidose-Symptome.
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