Osteoporose
Definition
Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine verminderte Knochenmasse und eine Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes charakterisiert ist. Dies führt zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und einem gesteigerten Frakturrisiko. Die WHO definiert Osteoporose anhand der Knochendichtemessung als T-Score von ≤ -2,5 Standardabweichungen.
Epidemiologie
In Deutschland sind etwa 6 Millionen Menschen von Osteoporose betroffen, wobei Frauen viermal häufiger erkranken als Männer. Die Prävalenz steigt mit zunehmendem Alter deutlich an und liegt bei Frauen über 50 Jahren bei etwa 24 Prozent. Jährlich ereignen sich in Deutschland etwa 750.000 osteoporosebedingte Frakturen.
Ätiologie
Die primäre Osteoporose umfasst die postmenopausale Osteoporose (Typ I) durch Östrogenmangel und die senile Osteoporose (Typ II) durch altersbedingte Knochenabbauprozesse. Die sekundäre Osteoporose entsteht durch Grunderkrankungen wie Hyperkortisolismus, Hyperthyreose, Hyperparathyreoidismus oder chronisch-entzündliche Erkrankungen. Medikamentös induzierte Formen entstehen häufig durch langfristige Glukokortikoidtherapie ab einer Dosierung von mehr als 7,5 mg Prednisolonäquivalent täglich über mehr als drei Monate.
Prüfungsfokus
In der Kenntnisprüfung werden besonders häufig die WHO-Klassifikation mit den T-Score-Grenzwerten, die Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Osteoporose sowie die medikamentöse Therapie mit Dosierungen gefragt. Die DXA-Messung als Goldstandard und die Indikationen für eine spezifische Osteoporosetherapie sind hochrelevant. Typische Fallbeispiele betreffen postmenopausale Frauen mit Wirbelkörperfraktur oder Patienten unter Glukokortikoidtherapie. Die korrekte Einnahme von Bisphosphonaten und deren Nebenwirkungen sind beliebte Prüfungsthemen.
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